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Steuernachrichten

Steuernachrichten

Unternehmensteuerreform 2008

nach Zustimmung des Bundesrats

 

Kontenabruf

im wesentlichen verfassungskonform

 

Wirtschaftsrecht – Aufwendungen

für Bewirtung und Werbegeschenke als Werbungskosten

 

Spendenrecht

Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht Eckpunkte der Reform

 

Wirtschaftsrecht – Aufwendungen

 

In einem Streitfall vor dem Bundesfinanzhof (BFH) klagte ein ehemaliger Außendienstmitarbeiter. Sein Aufgabenbereich bestand darin, neue Kunden zu akquirieren, den bestehenden Kundenstamm sowie Kunden während der Auftragserteilung und der Geschäftsabwicklung zu betreuen. Hierbei fielen Bewirtungskosten und Aufwendungen für Werbemittel an, die er als Werbungskosten ansetzte. Nach seinen Angaben waren die Aufwendungen für die Erzielung von Aufträgen unumgänglich. Er erhielt ein Gehalt, das entsprechend seiner Gesamtleistung nach oben und unten angepasst werden konnte. Zudem bezog er umsatzabhängige Sonderzahlungen.

Das Finanzamt erkannte die Bewirtungskosten und Aufwendungen für Werbemittel nicht als Werbungskosten an. Die Klage vor dem Finanzgericht Düsseldorf blieb erfolglos, da diese Aufwendungen „nur dann Werbungskosten darstellen, wenn der Arbeitnehmer umsatz- oder erfolgsabhängige Einnahmen erhält“. Der Kläger habe darüber keine Nachweise geführt. Hiergegen legte der ehemalige Außendienstler Revision beim BFH ein.

Wie die obersten Bundesrichter entschieden, können Aufwendungen eines Arbeitnehmers für Werbegeschenke und die Bewirtung von Personen zwar Werbungskosten darstellen. Die Voraussetzung dafür ist aber ein objektiver Veranlassungszusammenhang zwischen den Aufwendungen und Einkünften. Insoweit widersprach der BFH nun dem Finanzgericht und stellte klar: Ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Beurteilung, ob Aufwendungen für Bewirtung und Werbegeschenke beruflich veranlasst sind und somit Werbungskosten darstellen, ist eine erfolgsabhängige, variable Entlohnung. Aber auch wenn dieses Kriterium nicht erfüllt ist, kann eine Würdigung aller Umstände des Einzelfalls einen Abzug der Ausgaben rechtfertigen.

Stand: 15. Juli 2007

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