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Steuernachrichten

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Möglichkeit des Werbungskostenabzugs bei „typischerweise unternehmerischen Beteiligungen“

 

Grundsatz. Ab 2009 wird die Gewinnausschüttung (Dividende) an einer Kapitalgesellschaft, wenn sich diese Beteiligung im Privatvermögen befindet, grundsätzlich mit der Abgeltungsteuer von 25 % besteuert. Für den Zeitpunkt ist der Zufluss der Dividende entscheidend. Bemessungsgrundlage ist dabei die Bruttoausschüttung.
Die tatsächlichen Werbungskosten sind nicht mehr abziehbar. Es kann nur der Sparer-Pauschbetrag von 801 € bei der Einzelveranlagung und 1.602 € beim Ehegattensplitting geltend gemacht werden.
Auf Antrag des Gesellschafters kann die Ausschüttung aber auch in die Einkommensteuerveranlagung mit dem allgemeinen Einkommensteuertarif einbezogen werden. Der Werbungskostenabzug ist auch in diesem Fall auf den Sparer-Pauschbetrag beschränkt.

Option Werbungskostenabzug auf Grund des Jahressteuergesetzes 2008

Mit dem Jahressteuergesetz 2008 wurde nun für Beteiligungen an Kapitalgesellschaften, die sich im Privatvermögen befinden und aus einem „typischerweise unternehmerischen Interesse“ gehalten werden, folgende Option eröffnet:
Abzug der Werbungskosten, 60 % dieser Einkunft unterliegen dem progressiven Einkommensteuertarif.

Eine „typischerweise unternehmerische Beteiligung“ an der Kapitalgesellschaft liegt konkret vor:

  • Die Beteiligung kann unmittelbar oder mittelbar bestehen.
  • Die Beteiligungshöhe muss mindestens 25 % betragen oder
  • die Beteiligungshöhe muss mindestens 1 % betragen und der Gesellschafter ist beruflich für diese tätig. Die berufliche Tätigkeit muss keine „gehobene“ Position darstellen.

Antrag. Der Antrag gilt für die jeweilige Beteiligung erstmals für den Veranlagungszeitraum, für den er gestellt worden ist. Er ist spätestens zusammen mit der Einkommensteuererklärung für den jeweiligen Veranlagungszeitraum zu stellen und gilt, solange er nicht widerrufen wird, auch für die folgenden vier Veranlagungszeiträume, ohne dass die Antragsvoraussetzungen (Beteiligungshöhe 25 % bzw. 1 % und berufliche Tätigkeit) erneut zu belegen sind.
Bei Hinzuerwerb weiterer Anteile kann die Option nur einheitlich ausgeübt werden.

Widerruf. Nach einem Widerruf ist ein erneuter Antrag des Steuerpflichtigen für diese Beteiligung an der Kapitalgesellschaft nicht mehr zulässig.

Rechtslage bis 2008

Die Gewinnausschüttungen (Dividenden) der Kapitalgesellschaft müssen die an ihr beteiligten natürlichen Personen – nach Abzug von Werbungskosten – zur Hälfte nach dem allgemeinen Einkommensteuertarif (Halbeinkünfteverfahren) versteuern.

Hinweis: Gehören die GmbH-Anteile beim Gesellschafter zu einem Betriebsvermögen, ist eine Gewinnausschüttung der GmbH ab 2009 mit 60 % steuerpflichtig und unterliegt dem allgemeinen Steuersatz.
Der Abzug der Finanzierungskosten als Betriebsausgabe ist möglich (Teileinkünfte-Regelung).

Stand: 15. Januar 2008

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