Den Investitionsabzugsbetrag steuereffizient nutzen

 

Die Regelungen um den Investitionsabzugsbetrag haben unmittelbare Auswirkungen auf die Qualifizierung eines für den Betrieb angeschafften Wirtschaftsguts als geringwertiges Wirtschaftsgut (GwG) bzw. für die Zuordnung in den sogenannten Sammelposten zur Sammelabschreibung. Durch den Herabsetzungsbetrag können die maßgeblichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter 150 € oder zwischen 150 € und 1.000 € herabsinken.

Beispiel: Ein Unternehmer bildet für die Anschaffung eines Wirtschaftsguts 1 in Höhe von 250 € einen Investitionsabzugsbetrag von 100 € sowie für die Anschaffung eines Wirtschaftsguts 2 in Höhe von 1.500 € einen Investitionsabzugsbetrag von 600 € (jeweils 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten). Nach Anschaffung der Wirtschaftsgüter löst er den Investitionsabzugsbetrag gewinnwirksam auf und setzt die Anschaffungskosten für die Wirtschaftsgüter in der Handels- und Steuerbilanz entsprechend herab.

Ergebnis: Aus dem Grunde nach im Rahmen der Sammelabschreibung abschreibungsfähigen Wirtschaftsgut 1 ist ein geringwertiges geworden. Es kann damit sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden. Das Wirtschaftsgut 2 ist hingegen in die Sammelabschreibung geraten und kann damit nur linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben werden. Würde es sich bei dem Wirtschaftsgut 2 beispielsweise um einen Computer mit einer Abschreibungsdauer von drei Jahren handeln, wäre es empfehlenswert, auf die Bildung eines Investitionsabzugsbetrags mit Sonderabschreibung ganz oder zum Teil zu verzichten, sodass nach Berücksichtigung des Abzugsbetrags noch Anschaffungskosten von mehr als 1.000 € verbleiben.

Stand: 8. April 2009

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