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Steuernachrichten

Steuernachrichten

Sachbezüge

Änderungen ab 2008

 

Betriebliche Altersversorgung

Zuwendungen an eine Unterstützungskasse

 

Steuerliche Anerkennung von Verlusten

Bei neu gegründetem Betrieb

 

Private Vermögensverwaltung

Dauerhafte Vermietung von Maschinen

 

Kürzung der Pendlerpauschale:

Aussetzung der Vollziehung

 

Steuerliche Anerkennung von Verlusten

 

Liebhaberei. Ist bei einem neu gegründeten Betrieb aufgrund einer Prognose ein Gesamtverlust zu erwarten, sind die Verluste der einzelnen Jahre steuerlich nur anzuerkennen, wenn es sich bei der betrieblichen Tätigkeit nicht um eine sog. Liebhaberei handelt. Eine Liebhaberei liegt vor, wenn die Tätigkeit nur aus persönlichen Gründen ausgeübt wird. Nach einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) gilt:

1. Ist die Tätigkeit dem Hobbybereich zuzuordnen (z. B. Vermietung einer Segelyacht; Pferdezucht), werden die Verluste von Anfang an steuerlich nicht anerkannt.

2. Gehört die Tätigkeit nicht zum Hobbybereich, ist zwischen Verlusten, die während und solchen, die nach der Anlaufphase entstanden sind, zu unterscheiden:
  • Verluste, die während der Anlaufphase entstanden sind, werden grundsätzlich steuerlich anerkannt. Die Anlaufphase dauert nach dem BFH im Regelfall mindestens fünf Jahre; der genaue Zeitraum hängt aber vom Gegenstand und von der Art des jeweiligen Betriebs ab.
    Ausnahmsweise sind die während der Anlaufphase entstandenen Verluste nicht anzuerkennen, wenn eindeutig feststeht, dass der Betrieb von vornherein nicht in der Lage war, nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften. Dabei ist erneut zu differenzieren:
    • Beruht die Entscheidung zur Neugründung im Wesentlichen auf den persönlichen Interessen und Neigungen des Steuerpflichtigen, so sind die entstehenden Verluste nur dann während der – im Regelfall fünfjährigen – Anlaufphase zu berücksichtigen, wenn der Steuerpflichtige zu Beginn seiner Tätigkeit ein schlüssiges Betriebskonzept erstellt hat, das ihn zu der Annahme veranlassen durfte, durch die gewerbliche Tätigkeit insgesamt ein positives Gesamtergebnis erzielen zu können.
    • Bestehen hingegen keine persönlichen Interessen oder Neigungen, ist der Verlust trotz fehlenden Betriebskonzepts während der Anlaufphase anzuerkennen.
  • Gehört die Tätigkeit nicht zum Hobbybereich, sind die Verluste, die nach der Anlaufphase entstehen, steuerlich nur dann anzuerkennen, wenn der Steuerpflichtige auf langjährige Verluste mit Umstrukturierungsmaßnahmen reagiert. Andernfalls ist davon auszugehen, dass er die Verluste aus privaten Gründen hinnimmt.

Stand: 15. Oktober 2007

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